Stakeholder Management in IT Projekten

Ist das Projekt Portfolio losgelöst vom Service Denken?

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Ist das Projekt Portfolio losgelöst vom Service Denken? Diese Frage und ein Vergleich von Projekt-Portfoliomanagement und Service-Portfoliomanagement mag eventuell für viele als unnötig erscheinen, aber auch wenn diese Konzepte häufig Parallelanwendung finden und gegenseitige Abhängigkeiten aufweisen, fällt ihr Beitrag für das Unternehmen recht unterschiedlich aus. Um das Potenzial dieser Konzepte voll auszuschöpfen, betrachten wir diese in diesem Artikel etwas genauer.

Was ist Projekt-Portfoliomanagement?

Laut PMI ist Projekt-Portfoliomanagement «eine Möglichkeit, die Lücke zwischen Strategie und Implementierung zu schliessen». Anstatt sich auf ein einzelnes Projekt zu konzentrieren, nimmt Projekt-Portfoliomanagement alle laufenden und potenziellen Projekte und ihre Machbarkeit zum Erreichen der Unternehmensziele in den Blick. Zweck des Projekt-Portfoliomanagements ist es, auf effektive Weise die Implementierung von Änderungsinitiativen gegen den potenziellen ROI (Return on Investment) auszubalancieren.

Was ist Service-Portfoliomanagement?

Zuhören, Verstehen, Umsetzen, Optimieren – das sind die wesentlichen Bausteine, aus denen sich ein kundenzentriertes Geschäftsmodell zusammensetzt. Angesichts der rasanten Entwicklung auf dem ICT Markt muss sich die Unternehmens-IT entsprechend ausrichten und zu einer kundenzentrierten Organisation entwickeln. Wie gestaltet die IT ausgehend von strategischen Überlegungen wie Marktbestimmung und -positionierung ihr Angebot? Wie sichert sie ihre Lieferfähigkeit? Wie entwickelt und steuert sie ihre Produkte und Dienstleistungen, sprich Services? Die Services müssen in einem Service Katalog definiert und mittels einem Service-Portfolio verwaltet werden.

Die Herausforderung für die ICT besteht darin, auf der Grundlage standardisierter, flexibel verfügbarer Basiskomponenten, die unteranderem auch extern eingekauft werden können, individuelle Services zu schneidern, die sie den internen und externen Kunden anbietet. Der jeweilige Basis-Service kann dabei systemseitig als Service-Blueprint angelegt sein – unterschiedliche Service-Varianten oder Sonderwünsche lassen sich dann von diesem Blueprint ableiten.

Interne ICT-Organisationen werden zum kunden- und marktorientierten Service-Provider und dieser Trend ist in vollem Gange. Im Spannungsfeld zwischen Outsourcing, Outtasking und Cloud-Computing muss sich die ICT zum Integrator und Broker von Services wandeln. Alltägliche, so genannte Commodity-Services, zum Beispiel der Server-Betrieb, wandern zu den Spezialisten, die diese Services durch Skaleneffekte wirtschaftlicher anbieten können. Entsprechend etablieren sich neue Tätigkeitsfelder und Rollen, zum Beispiel der Business-Releationship-Manager, Service-Designer oder Vendor-Manager. Management-Aufgaben treten in dieser Integratorenrolle gegenüber den klassischen technischen IT-Aufgaben in den Vordergrund.

Im Zentrum dieser Veränderung steht die strategische Aufgabe des Service-Portfolio-Managements. Dieses benötigen IT-Organisationen zwingend als dynamisches Methodenset für ihre geschäftliche Ausrichtung, um den Wandel zum Service-Provider, trotz Outsourcing oder Cloud-Service-Bezug, erfolgreich zu gestalten.

Zurück zur ausgehenden Frage

Nun sind wir in der Lage die Frage, welche sich im Titel stellt, zu beantworten. «Ist das Projekt Portfolio losgelöst vom Service Denken?». ICT Organisationen, welche sich zum Service Provider entwickeln oder bereits auf diesem Weg der Transition sich befinden, müssen ebenfalls ein Umdenken entwickeln. In erster Priorität muss sich das Service Denken in der ICT-Organisation etablieren, denn jegliche Veränderung z.B. innerhalb von Geschäftsprozessen hat Veränderungen in den ICT Services zur Folge. Das Projekt und somit auch das Projekt Portfolio ist das Hilfsmittel, die Veränderungen geordnet und professionell in die Unternehmung zu implementieren.

Aus Sicht der constag ag sollte das Projekt Portfolio auf keinen Fall losgelöst vom Service Portfolio aufgesetzt werden. Schlussfolgernd möchten wir die Unternehmen animieren, sich prioritär dem Gedankengut des «Service Managements» anzunehmen und allfällige Veränderungen im Unternehmen basierend auf den Definitionen des Projekt- und Portfoliomanagements umzusetzen.

Weitere Informationen zu unserem Angebot in den Bereichen Projekt Management oder Service Management oder unsere Erfahrungen bei den unterschiedlichsten Projekten erhalten Sie auf unserer Website.

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constagEXPERT

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